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Ein herzliches Willkommen auf der Bootlegseite des radikalen Flügels von
Dynamo Zugzwang
Dies sind die kaum glaublichen Geschichten eines Schachvereins, deren Exponenten nicht ganz ohne Grund befürchten, dass ihre Taten der Vergessenheit anheimfallen könnten, wenn nicht wenigstens die bedeutendsten von ihnen sorgsam und liebevoll aufgezeichnet werden, auf dass sie dereinst, wenn die Besungenen schon lang das Birkenbäumchen hüten, weitergegeben werden können von Druidenmund zu Druidenohr im Geiste der Vervollkommnung der Schöpfung, von deren Zweckmäßigkeit allerdings nicht alle bei Dynamo Zugzwang 100%ig überzeugt sind.
Eines vorweg, um Missverständnisse im Keim zu ersticken: Offiziell vertreten finden Sie uns ausschließlich unter www.zugzwang.at
Ursächlich ausgelöst wurde dieser sonderbare Doppelauftritt durch die manische Wiederkehr von Hans Roman Krause, Spiritus Rector dieser Seite, der schon tief in den 90ern für viel Unruhe sorgte, von konservativen Kräften aber immer wieder zurückgepfiffen wurde und am Ende dem System Metternich nicht mehr standhalten konnte, sodass ihm nur mehr der Untergrund als Stätte der inneren Emigration blieb, wo er allerdings nachhaltig gereift ist. Was aus ihm geworden ist, lesen sie hier.
Hans Roman Krauses comeback
Der wohl bekannteste innere Emigrant des Schach-Fachjournalismus, Hans Roman Krause, meldet sich mit einer fulminanten Dokumentation des Vereines Zugzwang Klagenfurt zurück in der Szene. Auf sein Verstummen am Ende der 90er Jahre und seine Entscheidung, just zum jetzigen Zeitpunkt wieder Tuchfühlung mit der Schachöffentlichkeit aufzunehmen, angesprochen, meinte der Doyen der schreibenden Zunft in einem Interview mit „Schach akut“ folgendes:
Krause
Nach der Verleihung des Pulitzer Preises 1998 war ich innerlich leer und kreativ am Ende. Meine Kraft hat einfach nicht mehr ausgereicht, um auf dem hohen Niveau, das ich mir selbst zum Standard gemacht habe, weiter zu schreiben. Außerdem können sich Außenstehende gar nicht vorstellen, welchen Repressalien man als unbestechlicher Fachjournalist permanent ausgesetzt ist. Das hat schlussendlich sogar so weit geführt, dass sich kein Verleger mehr bereit erklärte, mich zu veröffentlichen. Mir war das aber gar nicht so unrecht. Endlich konnte ich wieder ein ganz normales bürgerliches Leben führen. Und das wichtigste: Ich konnte mich einem meiner mir bedeutendsten Projekte zuwenden. Weil untätig war ich all die Jahre nicht! Und das Ergebnis sollte für sich selbst sprechen. Mit der Doku des Schachvereines Zugzwang wollte ich ganz bewusst Schachgeschichte schreiben. Die Leute dort haben es mir aber auch leicht gemacht. Dieser sonderbare und in der Schachwelt definitiv einzigartige Verein ist voll von Geschichten, Geheimnissen und Erzählenswertem. Einmal durfte ich sogar als erster Schachjournalist weltweit bei ihrem regelmäßig in Ägypten abgehaltenen Geheimtraining teilnehmen. Sie können sich nicht vorstellen, was sich da abspielte! Leider bekam ich aber nicht die Erlaubnis, davon zu berichten. Aber worüber ich berichten durfte und worüber ich in meiner Zugzwang-Doku auch berichte, ist auch nicht ohne.
Schach akut
Herr Krause, können sie vielleicht, selbstverständlich unter Einhaltung ihrer Schweigepflicht, andeuten, was da in Kairo so Außergewöhnliches abgegangen ist?
Krause
Drängen sie mich nicht, mein Versprechen zu brechen! Nur soviel: Diese Menschen leben wie in Trance. Wenn sie trainieren, benehmen sie sich wie von einem anderen Stern. Und es geht ein Zauber von ihnen aus, dem sich niemand entziehen kann. Schachlich agieren sie hoch professionell! Wenngleich auch hier zu sagen ist, dass sie strikt nach ungeschriebenen Regeln des Außergewöhnlichen handeln. Ich konnte z.B. ein internes Thementurnier mitverfolgen, das ich nie vergessen werde. Als erste Regel wurde verlautbart, dass man nicht rochieren dürfe. Gut, das ist ja weiters nichts Besonderes. Weiters hieß es dann aber, und das wunderte mich schon mehr, dass alle Springer seitlich vom Brett springen müssten, bevor die Dame sich bewegen durfte. Doch nicht genug damit! Am Ende der meisten Matches, die ich gesehen habe, waren dann 7, 8, ja bis zu 12 Springer wieder am Brett, ohne dass man wusste, wie sie dorthin gelangt sind. Als ich nachgefragt habe, wie das denn alles ginge, raunte mir der Nächstsitzende zu: „Zauberei! Das ist Zauberei. Wir nennen es „Hoppahoppa“.“ Und wenn sie so was hören, fragen sie natürlich nicht weiter nach.
Schach akut
Herr Krause, worüber berichten sie in der Zugzwang-Doku?
Krause
Ach, da möchte ich gar nicht viel dazu sagen. Das muss man sich einfach anschauen. Mir war es wichtig, das Wesen jedes einzelnen möglicht kurz, prägnant und anschaulich darzustellen. Schade ist es nur, dass die Veröffentlichung jetzt ausgerechnet mit dem – na, nennen wir es Halbrauswurf von Franz Nieddu zeitlich zusammenfällt. Wer aber meine Doku anschaut, wird erkennen, dass diesbezüglich schon einiges angedeutet ist.
Schach akut
Bleiben wir kurz bei diesem Detail! Hat es während ihrer Arbeit an der Doku schon geknistert?
Krause
Nein, gar nicht! Das ist es ja gerade, worauf ich wirklich stolz bin. Es weht tatsächlich der Geist dieser Truppe darin. Weil auf diesen Fall gemünzt, habe ich scheinbar ganz intuitiv gespürt – und das auch zum Ausdruck gebracht -, dass da was nicht stimmt. Dabei gab es wirkliche innige Szenen gerade mit dem Franz Nieddu. Einer hat ihn sogar einmal „Asterix“ genannt. Ist das nicht süß!?
Schach akut
Leider, die Zeit ist kurz und sie müssen zum Flughafen. Können sie uns zum Abschluss mitteilen, ob in ihrem Werk eine Botschaft steckt?
Krause
Eine Botschaft? 100e! Doch die wichtigste lautet, salopp formuliert: Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.
Schach akut
Wir danken für das Gespräch und guten Flug! Wohin geht’s?
Krause
Kairo natürlich.
Hier geht's zur historisch bedeutenden Die ZZ Doku.
Die Zugzwang-Doku von Hans Roman Krause kann per mail unter der im Impressum ("Kopfhinhalter") angegebenen Kontaktadresse gegen einen Geldwert von € 3,50 angefordert werden. Auf Wunsch veranlasst unser auf Lebenszeit gewählter Vereinspräsident Mag. Arnold Ebenberger höchstpersönlich auch Handsignierungen durch Zugzwang-Spieler. Die Kosten für eine Einzelsignierung (egal welcher Spieler!) belaufen sich auf € 1,--, im Paket kosten die "big four" € 3,--, das auf die "big six" erweiterte Signaturpaket kostet € 4,50. Alle Preise verstehen sich inkl. MWSt., allerdings werden die Versandtkosten aufgeschlagen. Bezahlt wird in cash bei Gelegenheit. Ihre Bankverbindung oder ihre Kreditkartennummer interessieren uns daher nicht.
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